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Zwischen Boho und Brownstones: Das Viertel Greenwich Village

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Zwischen Boho und Brownstones: Das Viertel Greenwich Village

Es ist der richtige Ort um die leeren Akkus in Manhattan wieder aufzuladen: das Stadtviertel Greenwich Village. In dem Bezirk, in dem sich viele Musiker und Künstler niedergelassen haben, gibt es mehr zu entdecken, als Musik und Comedy Bars.

Wer mit der Linie A, C oder E an der 14. Straße und 8. Avenue aussteigt, der befindet sich wohl an einem der spannendsten Orte Manhattans. Denn dort treffen mit dem Meatpacking District, Chelsea und dem Greenwich Village gleich drei angesagte Stadtteile der Millionenmetropole aufeinander. Während Chelsea bekannt für interessante Kunst, ein stilvolles Nachtleben und empfehlenswerte Restaurants ist, geht es im kleinen  Meatpacking District – der eigentlich ein Teil von Chelsea ist aber von den New Yorkern eigenständig angesehen wird – eher rustikal zu. Das alte Industrieviertel wurde nach langem Verfall liebevoll hergerichtet und in den einstigen Lagerhallen befinden sich heute angesagte Boutiquen, Restaurants und nicht zuletzt auch der Chelsea Market. Wer aber von der Metrostation in Richtung Süden geht, der kommt sich schnell wie in einer anderen Stadt vor.

Denn „The Village“ – das Dorf – wie es die Einheimischen nennen, hat so gar nichts mit dem Rest Manhattans gemeinsam – die bezaubernde schmalen Gassen scheinen in einer längst vergangenen Zeit stehen geblieben zu sein. Nach nur wenigen Schritten in Greenwich Village, das eigentlich Gränitsch ausgesprochen wird, wird es deutlich ruhiger. Nichts mehr ist übrig geblieben von dem Straßenlärm der großen Avenues der Millionenstadt. Nur ab und zu fährt ein Auto durch eine der kleinen Straßen in dem Stadtviertel – man fühlt sich wie in einer Kleinstadt. Dazu tragen auch die bekannten Brownstones und Townhouses bei, die besonders prächtige Treppenaufgänge besitzen und bekannt aus vielen Filmen sind, die in New York gedreht wurden.

Dieser Charme zieht nicht nur die Touristen an, sondern auch finanzkräftige New Yorker. Und das müssen sie auch sein, um sich dort eine Wohnung oder eines der pittoresken Häuser leisten zu können. Die Preise für ein Townhouse liegen schnell bei einem Wert von über 20 Millionen Dollar oder 35 000 Dollar Miete im Monat. Dennoch hat sich in dem Viertel eine alternative Szene etabliert mit vielen kleinen Boutiquen, angesagten Cafés und gemütlichen Bars. Schon in den 1930er Jahren zog Greenwich Village viele Künstler an, später auch Musiker wie Bob Dylan oder Paul Simon. So entstand dort eine offene Kultur, was auch eine lebhafte Schwulen- und Lesbenszene hervorbrachte. Eine Straße, die Christopher Street, gelangte in diesem Zusammenhang 1969 zu trauriger Berühmtheit.  Vor der Stonewall Bar kam es damals zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Polizei und Homosexuellen. Es war der Beginn des Protestes gegen die Diskriminierung Homosexueller und wird noch heute mit dem bekannten Christopher-Street-Day gefeiert.

Die wohl bekannteste Straße im Greenwich Village ist aber die Bleeker Street, die sich von Ost nach West einmal quer durch das Viertel zieht. Sie ist ein Sammelsurium an Musik und Comedy Bars und gilt als das amerikanische Zentrum des Boho, ein Lebens- und Modestil, der auf diversen Einflüssen vor allem der Hippies und der Bohème basiert. Doch viel interessanter ist ein Bummel durch die kleinen Querstraßen, die auch anders als im Großteil von Manhattan keine Nummern, sondern Namen wie Bank Street, Charles Street oder Gay Street haben.

Wer schon tagsüber von dem Viertel fasziniert ist, kommt abends, wenn die Sonne untergeht, vollends auf seine Kosten. Denn dann erwacht der Stadtteil mit seinen Künstlern, Musikern und alternativen Bewohnern zu einem Schmelztiegel. In vielen Straßen gibt es Bars, in denen Livemusik gespielt wird. Durch dieses Lebensgefühl beschwingt, fällt es einem leicht, ohne wirkliches Ziel durch die Straßen zu schlendern und sich von den Menschen, der Musik und der Stimmung dort treiben zu lassen. Genau das, was die leeren Akkus in der hektischen Millionenstadt wieder auflädt. Wenn ihr auch einmal den Charme des Village erleben möchtet, dann schaut bei USA Travel vorbei, dem Spezialisten für Reisen nach New York und in die USA.

In Greenwich Village halten zahlreiche Metrolinien. So kommt ihr mit den Linien A,C,E (14.Street, 4.Street), 1,2,3 (14. Street, Christopher Street) und B,D,F,M (14. Street und 4.Street) in den Stadtbezirk zwischen Chelsea und Lower Manhattan.

 

© Fotos: Madeleine Schuster/Florian Ankner


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